5 Tipps für deinen Vermögensaufbau

Der Vermögensaufbau ist das A und O für eine entspannte finanzielle Zukunft. Damit dies effizient gelingen kann, benötigt man Strukturen, Ziele und Strategien.


Ordnung und Finanzen sind etwas, was für uns zwangsläufig zusammengehört. Denn nur wer seine Finanzen im Griff hat, kann effektiv sparen und mit dem Vermögensaufbau beginnen. Irgendwie möchte doch jeder mehr von seinem Geld haben und dabei ist es unerheblich, ob du 1000.- oder 5000.- im Monat verdienst.


Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und passt oftmals seine Ausgaben dem eigenen Budget an. Allerdings leben viele von Gehalt zu Gehalt ohne entsprechende Rücklagen zu bilden.


Gerade wenn es zu unerwarteten Ausgaben kommt, z.B. wenn das Auto kaputt geht oder die Waschmaschine streikt, merken viele, dass sie kein Geld zurückgelegt haben, um solche Ausgaben zu decken. Im schlechtesten Fall greift man dann zu einem Kredit.


Geldsorgen sind häufig Probleme, die mehrere Lebensbereiche gleichzeitig betreffen. Das Stresslevel steigt und kann zu sozialen und gesundheitlichen Problemen führen. Sei es, dass es eine enorme Belastung für die Beziehung ist oder man so sehr an Lebensqualität einbüssen muss, so dass die Psyche darunter leidet.


Das Gute ist, man kann etwas an der Ursache dieses Problems ändern. Geldsorgen können aktiv angegangen und zum Positiven verändert werden. Und dies ist einfacher als man denkt.


Wenn du zu denjenigen gehörst, die mehr aus ihrem Geld machen wollen, dann haben wir hier 5 Tipps für dich.


Nimm deine Finanzen in die eigene Hand


Tipp 1: Motivation

Die Motivation ist wie bei viele Dingen elementar, wenn du deine Finanzen umkrempeln willst. Dabei kann die eigene Motivation ganz unterschiedlich aussehen. Sei es, weil der innere Leidensdruck zu gross geworden ist oder weil man einfach etwas ändern möchte.


Wichtig ist, dass man es selbst möchte - man spricht hier von der intrinsischen Motivation. Der eigene Wille kann Berge versetzten, wie es so schön heisst. Die innere Motivation ist es, was dir Antrieb gibt Dinge anzugehen und vor allem auch umzusetzen und durchzuhalten.


Sicherlich schadet es nicht, wenn man seinen Mitmenschen von seiner Absicht zur Veränderung berichtet, denn auch diese können den Erfolg der Umsetzung beeinflussen. Wenn du dir in den Kopf setzt etwas zu kaufen, was du eigentlich nicht zwangsweise benötigst, können oftmals schon die strafenden Blicke der Lebenspartnerin oder des Lebenspartners genügen, damit du deine Entscheidung überdenkst.


Oder deine Freundin oder dein Kumpel schlagen dir vor, dass man gemeinsam ins Fitnessstudio geht, obwohl man selbst eigentlich nicht wirklich Lust hat. Der Kumpel kann dich zwar über eine kurze Zeit pushen, doch wenn du es selbst nicht möchtest, wirst du dies kurz oder lang nicht durchhalten.


Wie kann man jetzt die eigene Motivation möglichst effektiv nutzen?

Du brauchst Ziele. Denn nur wenn du dir Ziele setzt, bleibt dein Antrieb hoch. Sie zeigen dir, dass du etwas erreichen kannst, schon erreicht hast oder was du noch benötigst um diese zu schaffen.


Dein Ziel sollte spezifisch sein. Lege fest welches Sparziel du verfolgst und warum. Damit du Fortschritte siehst, sollte das Ziel messbar sein. "Ich spare jetzt für den Sommerurlaub" ist zwar eine nette Aussage, doch nicht effektiv. Damit du ein messbares Ergebnis verfolgen kannst, muss das Ziel klar definiert sein.


"Mein Sommerurlaub kostet 600.- und ich spare dafür jetzt jeden Monat 50.-" ist deutlich und legt den Rahmen fest. Wenn der Sommerurlaub das ist, was ich unbedingt möchtest, dann ist das Ziel attraktiv für mich und ich habe Lust darauf dieses Ziel zu erreichen.


Tipp 2: Organisiere deine Unterlagen

Ich glaube viele kennen dieses Gefühl, wenn man Unterlage X benötigt und diese dann nicht findet. Klar sagt man sich oft genug: "Ich habe alle meine Unterlagen im Ordner, die müssen da ja irgendwo sein." Aber sind wir mal ehrlich: "Oftmals gleichen die (Finanz)unterlagen einer Messiwohnung."


Ähnlich verhält es sich wahrscheinlich mit den Geldflüssen. Es ist also wichtig sich eine Übersicht zu schaffen, auch wenn dies erstmal mit Arbeit verbunden ist. Aber wenn man sich einmal ein System erarbeitet hat, wird der zeitliche Aufwand immer geringer.


Auch hier hilft es, wenn du dir einen fixen Termin (Ziel) ausmachst um deine Unterlagen zu sortieren.


Beginne mit dem Sortieren deiner physischen Unterlagen. Je nachdem wie viele Unterlagen du hast, kaufst du dir entsprechende Ordner. Umso genauer du deine Unterlagen kategorisierst, desto leichter fällt dir nachher das Abheften und noch wichtiger das Wiederfinden der Informationen.


Nutze für deinen Finanzordner unsere Registereinlage die du einfach Ausdrucken kannst.

Register_Finanzordner_24.02.2021
.pdf
Download PDF • 81KB

So bald du also entsprechende Briefe und Unterlagen bekommst, hefte sie direkt in die vorgesehenen Ordner und du wirst merken, das es gar nicht mehr so schlimm ist. Denke daran, dass du einmal im Jahr überprüfst, ob deine Unterlagen noch Up-to-Date sind oder ob sie ggf. weggeschmissen werden können.


Tipp 3: Verschaffe dir einen Überblick über deine Finanzen

Das Geld kommt am Anfang des Monats und am Ende des Monats denkt man sich nur: "Mensch wo ist mein Geld geblieben." Und wenn man die meisten Menschen fragen würde, ob sie genau wüssten wofür ihr Geld drauf gegangen ist, bekäme man wohl oft nur einen irritierenden Blick.


Dies ist auch kein Wunder, denn ein Vertrag ist schnell gemacht. Eben die Kontonummer angeben und das Geld wird irgendwann abgebucht. Sei es der Handyvertrag, die Versicherungen, Kredite, Darlehen, Miete Strom und Gas, Abonnements oder sonstiges.


Wie viele Kosten genau im Monat anfallen, wissen die wenigsten. Wenn diese Ausgaben auch noch an unterschiedlichen Tagen im Monat vom Konto abgerechnet werden, kann es durchaus schnell passieren, dass das Konto nicht gedeckt ist. Dann kommen noch Mahngebühren oben drauf.


Verschaffe dir also eine Übersicht:

  • Welche Ausgaben habe ich - Fixkosten und variable Kosten?

  • Wann kommen die Abbuchungen?

Nur durch diese einfache Übersicht bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten der Optimierung. In dem ich aufliste, welche Ausgaben ich habe, sehe ich direkt wie viele Fixkosten im Monat anfallen. Brauche ich überhaupt die ganzen Versicherungen, die ich habe oder bin ich überversichert? Gibt es günstigere Alternativen zu meiner jetzigen Versicherung?


Brauche ich alle 2 Jahre einen neuen Handyvertrag, inkl. neuem Handy? Wie viele Filme schaue ich bei Netflix in 4K oder reicht mir auch das normale Abo?


Wie viele Kredite habe ich und bei wie vielen Banken? Eine Option ist hier zum Beispiel die Umverschuldung. Wenn ich beispielsweise zwei Kredite, zu unterschiedlichen Zinsen laufen habe - gibt es ggf. die Möglichkeit beide in einem Kredit zusammenzuführen.


Sparpotential

Das meiste Sparpotential stecht aber wahrscheinlich in den variablen Kosten. Denn diese spiegeln unsere Gewohnheiten wieder. Wie oft gehe ich im Monat essen, wie oft kaufe ich mir Kleidung oder Mittags etwas zum Essen beim Bäcker? Oftmals sind es die kleineren Dinge, die ein enormes Sparpotential beinhalten.


Das belegte Brötchen beim Bäcker kostet jeden Mittag 4 - 7.- Fr. Je nach Arbeitstagen kommen als bis zu 50.- zusammen. Wenn man sich jetzt überlegt, was ein paar Brötchen, Wurst, Käse und Salat separat kosten würde, könnte man hier schon deutlich sparen. Platt gesagt, wenn man diese 50.- aufs Jahr rechnet, ist man bei 600.- oder eben unserem angestrebten Sommerurlaub.


Für eine einfache Übersicht reicht eine Excel- Tabelle. Wer es etwas genauer haben möchte, der kann natürlich auch ein Haushaltsbuch verwenden oder diese bequem per Smartphone über eine Haushaltsapp machen.


Tipp 4: Überlege dir eine Strategie für deine Finanzen

Wir haben jetzt bereits darüber gesprochen, wie wichtig eine gute Organisation und der eigene Überblick über die Finanzen ist. Der Wille zur Veränderung ist der Kickstart und das Ziel der Antrieb. Jetzt benötigst du aber noch eine passende Strategie zur Zielerreichung.


Schliesslich willst du ja nicht nur das Geld für den Urlaub sparen, sondern möglichst langfristig mehr von deinem Geld haben. Am Ende des Tages geht es eben nicht nur um das Erreichen eines Sparziels, sondern um den langfristigen Vermögensaufbau.


50-30-20 Regel und 3 Konten- Modell

Damit der Vermögensaufbau effektiv angegangen wird, sollte man verschiedene Strategien verfolgen. Wir persönlich geben die 50-30-20 Methode, sowie das 3-Konten-Modell weiter. Bei dieser Methode werden 50% vom Einkommen für die Fixkosten genutzt, 30% werden zum Sparen und Investieren genutzt und 20% sind zur freien Verfügung.


Das 3-Konten-Modell hilft dir dabei diese Einteilung konsequent umzusetzen. Auf dem Gehaltskonto bleiben die 50% zur Zahlung aller Fixkosten. 30% auf ein z.B. Edelmetalldepot und die 20% gehen auf ein Spasskonto.


5-Konten-Modell

Wer seine Finanzen noch weiter Strukturieren möchte, kann gerne das 5-Konten-Modell ausprobieren. Basierend auf deinem Einkommen würden sich die Kosten wie folgt verteilen:


  • 50 - 55% - Fixkostenkonto - Von diesem Konto gehen alle deine monatlichen Fixkosten - idealerweise ist dies dein Gehaltskonto.

  • 15% - Spasskonto - Dieses Geld kannst du für dich und dein eigenes Wohlbefinden nutzen, ob zum Shoppen oder für die Bar. Hauptsache es macht glücklich.

  • 10% - Notfallgroschen - Dieses Konto ist deine Versicherung für unvorhergesehene Dinge. Beispielsweise, wenn etwas kaputt geht.

  • 10% - Fort- und Weiterbildung - Investiere in dich selbst. Sei es in Bücher, Kurse oder Weiterbildungen. Du bist dein bestes Kapital. Diese Investitionen werden dich auch finanziell nach vorne bringen.

  • 10 - 15% - Schatztruhe - Dieses Konto sollst du unter keinen Umständen anrühren. Es dient deinem Vermögensaufbau!

Als Bankkonto können ein normales Konto mit 2 Unterkonten dienen. Das günstigste Bank Konto der Schweiz ist aktuell Neon mit dem Code (8SFDMM) bekommst du sogar noch CHF 10.- Startguthaben. Oder für Andere Länder ist Wise sehr beliebt.


Egal für welche der Strategien du dich entscheidest, sie haben alle etwas gemeinsam. Sie geben deinem Einkommen eine Struktur.


Tipp 5: Investieren statt sparen!

Es wird Zeit an die Zukunft zu denken. Du hast dir eine Strategie für deine Finanzen überlegt und deine Geldsorgen sind in den Hintergrund gerückt -gut! Dann solltest du jetzt dein Geld für dich arbeiten lassen, wenn du effektiv ein Vermögen aufbauen willst.


Denn durch die aktuellen niedrig Zinsen wirst du mit deinem Ersparten auf dem Bankkonto wenig Freude haben.


Doch bevor du mit dem Investieren beginnst, solltest du zumindest soviel angespart haben, das du ohne Probleme 3 Monate überbrücken könntest. falls doch Mal etwas unerwartetes, wie der Jobverlust, eintritt.


Denn wie oben bereits erwähnt - In dem Moment wo du an dein langfristiges Geld gehst, wirst du beim Vermögensaufbau Meilen weit zurückgeworfen.


Du hast dir jetzt also eine Strategie für deine Finanzen überlegt, dein Notfallkonto ist gedeckt und du möchtest jetzt mit dem Vermögensaufbau beginnen. Hier schliesst sich wieder der Kreis zum Anfang der Tipps. Welche Ziele möchtest du erreichen? Mehr Geld in der Rente? Eine Immobilie kaufen? Viel Reisen?


Wie du diese Ziele oder das eine Ziel erreichst, bleibt dir überlassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Geldanlage, sei es in Aktien, Privatkredite, Crowdinvesting, Rohstoffe, ETFs oder Immobilien. Ein Investment bietet gute Renditen, aber natürlich auch ein höheres Risiko.


Wenn du mehr zum Thema Investieren erfahren möchtest, kannst du uns gerne kontaktieren.



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